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28.07.2014: Torsten Weber - Social Computing, Behavioral Modeling and Prediction

veröffentlicht um 02.06.2014, 09:19 von Marco Rasp

Verhaltensmodelle helfen, Handlungsweisen von Menschen und Institutionen zu erklären. Die Nutzung solcher Modelle bei den Wirtschaftswissenschaften, z. B. zur Lösung von Problemfeldern wie der Entlohnung von Managern, ist seit Langem etabliert. Die Anwendung psychologischer Erkenntnisse aus Forschungsgebieten wie der Verhaltensökonomie und den Neurowissenschaften auf die Softwareentwicklung stellt jedoch eine relativ junge Disziplin dar. Dem Grunde nach geht es darum, durch in gewissen Grenzen vorhersagbares Verhalten, Nutzer zu bestimmten Entscheidungen zu beeinflussen. Der Unterschied zur Usability bzw. User Experience liegt darin, herauszufinden, wie Zielgruppen motiviert und befähigt werden können: Einen Newsletter zu abonnieren, ein Produkt zu kaufen oder bestimmte Entscheidungen im Sinne von jemanden zu treffen.

Über den Sprecher:

Torsten Weber ist Diplom-Wirtschaftsinformatiker, Softwareentwickler und spezialisiert in Mobile Computing, Behavioral Computing (Social Computing, Behavioral Modeling and Prediction) und Interface Design. Anstatt „es kommt darauf an“, antwortet er beständig, dass zuerst das „Was“ (Geschäftsprozess) vom „Wie“ (technische Umsetzung) für die Lösung einer Aufgabe separiert werden muss und vergleicht dazu gerne die – unterschiedlichen – Geschäftsmodelle von The Coca-Cola Company und PepsiCo, Inc.. Es geht nicht nur darum, „wie“ technologisch etwas umsetzbar ist. Das „Warum“ bestimmt, wie etwas funktioniert.

Er twittert als @torstenweber und bloggt bei Google+ sowie unter torstenweber.de/blog. 2007–2010 wurde er mit dem „Microsoft Most Valuable Professional“-Award (MVP) im Bereich Device Application Development von Microsoft ausgezeichnet. Er ist Mitglied im „Microsoft Community Leader / Insider Program (CLIP)“.

Lernen Sie eine Auswahl verblüffender psychologischer Erkenntnisse kennen: Beispielsweise das bekannte "Paradox of Choice", nämlich, dass zu viel Auswahl lähmt. Oder den Reihenfolge-Effekt, wie präsentierte Informationen am besten im Gedächtnis haften bleiben und wie sie die Warenauswahl in einem Online-Shop beeinflussen. Aber auch das Gorilla-Experiment, welches zeigt, wie die eingeschränkte Verarbeitungskapazität des menschlichen Gehirns Entscheidungen beeinflusst.

Dieser Vortrag gibt Ihnen eine unkonventionelle und moderne Sichtweise auf die Softwareentwicklung. Weg von Code oder Unit Tests, hin zu modelliertem Verhalten und den Auswirkungen, wenn man es nicht tut. Unterlegt mit aktuellen Studien sehen Sie z. B., dass Schriftarten das Denken beeinflussen und sich Vorschaufenster / Notifikationen von (Web-)Anwendungen je nach Konstellation positiv oder negativ auswirken.


Anmeldung auf XING: 


Veranstaltungsort:
Hotelplan CC Services GmbH
Erich-Weinert-Str. 145
10409 Berlin
Deutschland

Zeit: 
28.07.2014 19:00-21:30 Uhr

Für Getränke wird wieder gesorgt. Anschließend gehen wir auch wieder in die Haxe.

Auf unseren Veranstaltungen werden regelmäßig Fotos und Videos durch die Organisatoren gemacht. Dieses Bild- und Tonmaterial wird auf verschiedenen Webseiten im Internet veröffentlicht. Mit Ihrer Anmeldung willigen Sie ein, dass das mit Ihrer ausdrücklichen Zustimmung passiert. Das Material wird nach dem § 23 Abs. 1, Nr. 3 Kunsturhebergesetz behandelt.
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